September 2017

Zeitschriftenartikel in der "Vernissage" Ausgabe 334 September/Oktober 2017 (Österreich)

Ryo Kato  America First

Die Deutsche Umwelthilfe in Berlin – in der letzten Zeit immer wieder in allen Medien präsent wegen des Emissionsskandals - zeigt in der Ausstellung Bedrohte Umwelt bis Frühjahr 2018 Arbeiten von Ryo Kato. Es konnte kaum ein besserer Zeitpunkt dafür gewählt werden, um die sensibilisierte Öffentlichkeit mit diesem Thema mittels künstlerischer Ausdrucksform zu konfrontieren. Der Berliner Maler Ryo Kato, 1978 in Japan geboren, hat es sich zur Aufgabe gemacht mit seinen Arbeiten als Künstler ein gesteigertes Umweltbewusstsein zu provozieren. Seine Ausbildung hatte er bei Daniel Richter, zu dessen Meisterschülern er zählte. Zu seinen weiteren Vorbildern zählen Albert Oehlen mit seinem Wechselspiel zwischen Figuration und Abstraktion, sowie Jörg Immendorff mit seiner Verarbeitung von politischen Themen. Ryo Kato’s düstere Bildtitel, die auf Vernichtung, Verlust oder mutwillige Zerstörung auf unserem Planeten weisen, stehen im krassen Widerspruch zu seiner virtuosen Farbpalette, die in Schichtungen figurative Elemente mit abstrakten vermengt. Wie Kato`s Ausstellungstitel America First in der Schau bei Suppan bereits anklingen lässt, ist es der Präsident der größten westlichen Nation, der hier zitiert wird, der sich über den Klimawandel und seine Folgen hinwegsetzen möchte.

Ryo Kato’s düstere Bildtitel, die auf Vernichtung, Verlust oder mutwillige Zerstörung auf unserem Planeten weisen, stehen im krassen Widerspruch zu seiner virtuosen Farbpalette, die in Schichtungen figurative Elemente mit abstrakten vermengt. Wie Kato`s Ausstellungstitel America First in der Schau bei Suppan bereits anklingen lässt, ist es der Präsident der größten westlichen Nation, der hier zitiert wird, der sich über den Klimawandel und seine Folgen hinwegsetzen möchte.

Ryo Kato’s künstlerische Auseinandersetzung mit der Umweltproblematik wurde durch den schockierenden Unfall im Atomkraftwerk Fukushima regelrecht wachgerüttelt: „….der Super-GAU in Fukushima hat meine künstlerischen Visionen und Ideen stark beeinflusst. Zudem möchte ich über die Kunst, Menschen für Umweltprobleme sensibilisieren, möchte Menschen für die Zusammenhänge von Mensch, Natur, Wirtschaft, Konsum, Krieg und Religion zum Nachdenken anregen. Aus diesem Grund beschäftige ich mich heute in meiner Kunst viel mehr mit Umweltthemen …“. Ryo Kato ist Träger des renommierten I-shi –Preises des Okayama Präfektur-Museums, der ihn international bekannt gemacht hat.

 

Artikel in der Zeitschrift "Zwischen Wissenschaft und Kunst" (www3.hhu.de)

Irene Daum: Ryo Kato – Wanderer zwischen den Welten

Von: Irene Daum , Am: 28. März 2017 , In: Kunsthistorisches

Mensch und Umwelt

Der 1978 in Japan geborene Berliner Maler Ryo Kato setzt sich in seiner Arbeit mit einer breiten Palette an Themen im Spannungsfeld von Mensch und Umwelt auseinander. Mit einer nur vordergründig plakativen Bildsprache erzählt er Geschichten, zeichnet düstere Endzeitszenarien und prangert Missstände wie den zerstörerischen Umgang des Menschen mit der Natur an. Dieses Anliegen wird auch in der Wahl der Titel seiner Bilder deutlich. Beispiele sind Das Böse in der Tiefe des Menschen, Der vierte Weltkrieg oder Kampf gegen Monster.

Bitte hier klicken zum vollständigen Artikel
www3.hhu.de

 

Artikel in der Zeitschrift "Kunsttermine"

Seite 1

AUSSEREUROPÄISCHE KUNST
AUSSTELLUNGSHIGHLIGHTS

Von der Magie der Zeichen zur Magie der Natur. Die Nürnberger Galerie Von & Von zeigt ab Mai „Asiens Meisterschüler“. Genauer gesagt handelt es sich dabei um die beiden jungen asiatisch-stämmigen Künstler Yoon Chung Kim – Meisterschülerin bei Ottmar Höri, Ralph Fleck und Susanne Kühn – sowie Ryo Kato – Meisterschüler bei Daniel Richter. Letzter wählt die Beziehung zwischen Mensch und Natur zu seinem Hauptmotiv. Allerdings ist es kein romantische verklärter Blick, den Ryo Kato auf dieses Verhältnis wirft. Vielmehr thematisiert er das ausbeuterische und von Gier geprägte Verhalten des Menschen gegenüber seiner Umwelt.Seine häufig großformatigen Ölgemälde sind farbenfroh und scheinen beim ersten Betrachten heiter. Sieht man genauer hin, wird jedoch der protestgeladene Unterton gegen die Zerstörung der Natur deutlich.

… Die Nürnberger Galerie Von & Von vertritt mit viel Engagement zahlreiche, vorrangige junge Künstler, aus verschiedenen Teilen der Welt. Darunter auch die genannten Künstlerpersönlichkeiten aus Asien.

 

Zeitungsartikel in der "Sanyoushinbun" Zeitung

Ruhe und Bewegung, Ausdruck der Gegenwart

Ölmalerei Ryo Kato (aus Niimi)
Fotografie Motoyuki Shitamichi (aus Okayama)

Die "I-Shi-Preiträger" Ausstellung findet im Okayama Präfektürmuseum statt. (I-Shipreis, der lokale verbundene Künstler unterstützt und fördert.)
Der 5. Preisträger Ryo Kato (36) (aus Niimi in Berlin lebend.) Lebendige Ölmalerei.
Der 6. Preisträger Motoyuki Shitamichi (36) (aus Aichi) Ruhige Fotos.
Diese Beiden kontrasttiefen Ausdrücke wirken wie ein Spiegel, der die gegenwärtige Gesellschaft, in dem vielfältige Werte sich kreuzen, zeigt.
Tiere fliehen von Monstern, die mit Kettensägen Bäume umsägen. Das Rot der Flammen wickelt das Ganze dabei ein.
Der feine Ausdruck und die heftige Pinselführung....ein Bild, bei dem Realismus und Abstraktion wie eine Collage dargestellt wird, strahlt diese starke Botschaft aus.
Insgesamt 14 Bilder stellt Ryo Kato aus, unter anderem auch "Umwelt-Kriege", seine Aussage dazu: "Ich muss über meine Gefühle malen, sobald ich Nachrichten über Umweltzerstörungen mitbekomme."
Hingegen sagt Shitamichi "Ich verreise immer mit der Interesse für irgendwas. Das ist interessant, wenn ich über irgendetwas stolpere und es aufhebe." Er zeigt seinen Fotokatalog, den er mit dem Preisgeld herausgebracht hat.

"torii", er suchte nach Torii, die in der von Japan besetzten Zeit gebaut wurde, in Saipan und Taiwan usw. "bridge", er hat über eine Abflussrinne überbrückte Holzplatten fotografiert und als 60 Meter lange Strecke dargestellt. "Dask/Dawn", er hat den Sonnenuntergang in Japan und den Sonnenaufgang auf der anderen Seite der Erde als Kettenfoto fotografiert.Die Existenz der Grenze, in dem Völker, Menschen und Natur immer wieder geboren werden und verschwinden, erscheint aus dem Dokumentenstapel.
Beide lernten in der gleichen Malschule whärend der Gymnasiumzeit.
Schon damals war Kato fasziniert vom Malen, Shitamichi hingegen mochte Zeichnungen, bei denen man die Gegenstände beobachten muss.
Nach 20 Jahren, verbreiten die Kunstwerke, die auf unterschiedlichen Wegen entstanden sind, die Weltanschauung.

Sadanobu Matsuyama

Zeitungsartikel in der "Mainichishinbun" Zeitung

Okayama Kunstlage

Die an Schwung gewonnenen I-Shi-Preisträger 
- Ryo Kato und Motoyuki Shitamichi  
Zur Zeit findet in Okayama's Präfektürmuseum die 5. "I-Shi-Preiträger" Ausstellung, mit Ryo Kato (Künstler) und Motoyuki Shitamichi (Fotograf) statt. Beide sind 1978 geboren und leben in ihrer ausgefüllten Phase. In der Ausstellung erkennt man deutlich den großen Sprung, den die beiden Künstler durch den Preis erreicht haben. 

Der I-Shi-Preis wurde durch eine Spende von Herrn Kensuke Ito aus Kawakami-Gun Nariwa-Cho (heute Takashi) gegründet, um lokal verbundene Künstler zu unterstützen und zu fördern. Seit 2007 verleiht man jedes Jahr zur unterstützung einem Künstler den ersten Preis von 3000.000 Yen und zwei Künstlern den Förderpreis von 1000.000 Yen. Kato gewann 2011 und Shitamichi 2012 den Preis.  Bei den Werken von Kato, der in Berlin lebt, fällt einem zuerst ein wilder Tanz von glänzenden Farben auf. Rot, Pink, Gelb, Blau, als wären sie frisch aus der Tube gepresst worden. Aber wenn man das Bild dann genauer betrachtet, fallen einen auch Gebäude, Tiere, Vögel, Bäume und karikaturistische Menschen auf. Sein Thema ist die Umweltproblematik.

Bei der Künstler-Rede (Artist Talk) am 07.Dezember fing er an, über seinen Lebenslauf zu erzählen. Er wurde in einem kleinen Dorf in Niimi geboren und ist in der Natur aufgewachsen. Wegen seines Vaters zog er in die große Stadt Tokyo. Enttäuscht vom Großstadt-Leben kehrte er später nach Okayama zurück. Er machte sein Thema an seinem Gefühl und die Liebe zur Natur fest, das in Niimi so stark war, sich aber über die fortschreitende Umweltzerstörung ärgerte. 
Die Themen der diesmal 15 ausgestellten neuen Werke, handeln ausschließlich über Umweltprobleme wie zB. Luftverschmutzung, Energiemangel und Umweltverschmutzung durch Atomkraftwerke. An dem Tag der Künstler-Rede veranstaltete er auch eine Mal-Performance. Dabei ließ er seine Gefühle durch Musik leiten, um seine Wut gegen die Umweltverschmutzung, mit kontroliert sorgfältiger Malweise und explosierenden Pinselstrichen als Kunst auszudrücken. 

Der Fotograf Shitamichi verbrachte seine Kindheit damit, in Muschelhaufen und Grabhügel zu suchen. Er bekam eine Job für die Forschung zur Vorbereitung der Fersehrsendungen. Seine Kameraperspektive ist "Suchen", damit sucht er in Inn- und Ausland. Zur Zeit lebt er in der Präfektur Aichi.  
Irgendwo auf der Erde gibt es zur gleichen Zeit einen Sonnenaufgang und einen Sonnenuntergang. Torii, den er auf dem Friedhof, auf dem viele Kreuze stehen, gefunden hat. Die über Wasserkanäle gelegten Eisenplatten sind kleine Brücken. Wenn die "nicht besonders" alltäglichen Dinge gesammelt werden, werden sie zu einer gesellschaftlichen Botschaft. 
Er vergisst dabei nicht die dokumentarische Seite der Fotos und möchte dies als Fotobuch übermitteln. Mit dem I-Shi-Preisgeld gründete er selbst den Verlag und brachte den Fotokatalog "Torii" heraus. Band 2 davon wird in einem speziellen Schaukasten im Ausstellungsraum ausgestellt. 

Kato erzählte: "Meine Werke sind aussagekräftig, aber sie müssen gleichzeitig auch als zeitgenösische Kunst gelten. Zum Glück wird meine Kunst in Deutschland anerkannt. Ich stelle oft aus und verdiene damit genug für meinen Lebensunterhalt. 
Shitamichi sagte dazu: "Der kleine Verlag ist wie eine Hausaufgabe. Ich mache immer weiter, egal ob ich manchmal unschlüssig bin. Es ist schön, wenn diese Tat meine Werke werden. Die I-Shi-Preisträger machen neue Schritte. Das die Anschauung, die Erwartung und die Vorahnung spüren lässt.

Kunstjournalist

Zeitungsartikel in der "Bihokuminpou" Zeitung

Lebenszeichen

Ausstellung von Ryo Kato

In Okayama's Präfektürmuseum findet gerade eine Ausstellung statt. Präsentiert werden Werke von den Preisträgern des Okayama emporstrebene Künstlererziehung "I-Shi-Preises". Darunter sind auch Werke von Ryo Kato(36) aus Oonobe zu sehen, dessen Haupttätigkeitspunkt in Deutschland liegt.
Kato bewarb sich für den 5. I-Shi-Preis (2012) mit dem Bild "Colosseum" (180x300cm), das den  Kampf zwischen Mensch und Natur, sowie das Desinteresse der Menschen für die Umwelt zeigt. Damit gewann er den Preis.
Insgesamt 14 Werke sind ausgestellt, neben "Colosseum" gibt es noch "Der Umweltkrieg" und "Die Not der Asien" zu sehen.
Die Ausstellung läuft bis zum 13.Dezember.
Die Eintrittskosten für Erwachsene beträgt 350 Yen, für Studenten 250 Yen, ältere Personen über 65 Jahre 170 Yen (für Gymnasiumstudenten ist der Eintritt frei).
Kato siedelte nach dem Abschluss des Gakugeikan Gymnasyums nach Paris über, dann weiter nach Berlin.
Er schloß sein Kunststudium als Meisterschüler an der Universität der Künste Berlin ab.
Heute bekommt er gute Kritiken aus Deutschland und anderen Ländern.

   Katsura

Zeitungsartikel in der "Hannoverschen Allgemeinen Zeitung"

Ganz schön betroffen

Gemalte Pamphlete: „Die neuen Feinde“ von Ryo Kato in der Galerie Falkenberg

VON DANIEL ALEXANDER SCHACHT

In dick aufgetragenem Rot, Orange und Gelb zucken Flammen auf der Leinwand, grober Strich und gelbe Farben schreien einen gleichsam an. So laut, dass man die feinen Töne auf diesem Bild erst auf den zweiten Blick erkennt. Etwa, dass die Linien,die da Fluchtlinien in den Hintergrund bilden, nicht etwa die Gleise von Auschwitz sind, sondern Versorgungsleitungen einer Hühnerfarm. Oder dass die Züge des Bartträgers darüber denen des Lächelnden alten Herrn im Logo von Kentucky Fried Chicken gleichen. „Der Geschmack der Qual“ heißt dieses Gemälde von Ryo Kato.

Eine Geschmacklosigkeit? Die Nähe des Motivs zur Holocaust-Ikonografie dürfte kein Zufall sein. Wer jetzt in der Galerie Falkenberg die Bilder des seit den Neunzigerjahren in Berlin lebenden Japaners Revue passieren lässt, merkt: Kato beherrscht die Kunst der Provokation, bei der er mit grobem Strich Aufmerksamkeit für die ebenso grobe Natur- und Umweltzerstörung, für die Verletzung von Tier- und Menschenrechtsstandards erheischt – eben „Die neuen Feinde“, wie die Ausstellung heißt.

Man sieht: Kato ist ein engagierter Maler. Und wenn man an den schrillen Farbaufschreien seiner meist großformatigen Bilder vorbei auf deren Feinheiten schaut, sieht man auch: Kato ist ein exzellenter Handwerker, der die schrille Geste des action painting, Pastos-, Spritz- oder Tropftechniken, sublim mit feiner Aquarelltechniken Figuren in oftmals psychedelisch verfremdeten Farben kombiniert. Bei „Geschmack der Qual“ kann man noch gerupfte Hähnchen am Fließband entdecken – und Hennen, die sorgenvoll auf einen Schredder für männliche Küken hinabblicken. Ein Künstler, der seine Werke zu derart grellen Statements macht, muss wohl schon ganz schön betroffen sein von den düsteren Seiten der Agrarindustrie. Aber die hat Ryo Kato wiederum ganz schön getroffen.

Und nicht nur das Agrobusiness nimmt Ryo Kato sich vor. Andere Bilder geißeln in gleicher Weise, dass die Biotreibstoffproduktion in Dritte-Welt-Ländern meist auf Kosten der armen Landbevölkerung geht („Maiswahn“), nehmen sich Großwildjagd, Pelztiertötung oder Klimakatastrophe vor. Auf dem Bild „Die Kette der Waldzerstörung“ gar streicht Kato am Rand mit dicker roter Farbe Viehhaltung, Biosprit und Fleischverzehr durch. Und Thesenpapier.

Erstaunlich ist nicht nur Ryo Katos Synthese aus demonstrativem Dilettantismus und exzellentem Handwerk, erstaunlich ist auch der Erfolg, den der 37-Jährige, der Meisterschüler bei Daniel Richter UDK Berlin war, mit seinen gemalten Pamphleten hat. Er hat schon Ausstellungen quer durch Europa und Asien erlebt, nur in Hannover waren seine werke noch nicht zu sehen. Durchaus ein Grund, der Galerie Falkenberg einen Besuch abzustatten.

 

 

Kunst der Provokation: „Der Geschmack der Qual“ von Ryo Kato.

Zeitungsartikel in der "Sanyoushinbun" (Japan)

Nachdem er vor der Leinwand stand, hat sich gleich sein Augenausdruck verändert. Gelb, Violett, Rot.. mal fein, mal mutig trägt er die Ölfarben immer übereinander auf und will damit die komplizierten und verwickelten Zusammenhänge der gegenwärtigen Gesellschaft ausdrücken.

Die heftige Pinselführung scheint die Wut und Trauer der inneren Welt darzustellen. Der in Berlin lebende zeitgenössische Künstler, Ryo Kato (34) gewann 2011 den ersten Platz des „I-Shi“ Preises aus Okayama. Seine "Der 5. I-Shi Preis Sonderausstellung" findet gerade im städtischen Kunstmuseum Niimi, seiner Heimat statt.

Als Dank für seine Heimat malt er öffentlich am Ausstellungsplatz.

Direkt nach dem Abschluss des Gakugeikan-Gymnasiums übersiedelte er nach Europa. In dem sehr fortschrittlichen Land in Sache Umweltschutz, Deutschland, erschafft er immer weiter seine Kunst, die Botschaften über Umweltschutz beinhalten.

Ryo Kato hat „Umweltprobleme in Japan“ als Thema diese öffentliche Performance ausgewählt, weil er sich nach dem Atomkraftwerkunfall in Fukushima und von der heutigen Zustand Japans, wo immer mehr Umweltzerstörung stattfindet, bedroht fühlt. Am 07. Juli wird sein Werk fertig sein. Er meint: „Wenn man Japan mit Deutschland vergleicht, ist das Bewusstsein der Japaner über Umwelt immer noch sehr gering. Deswegen möchte ich ein Werk schaffen, welches das Gefühl der Japaner stark berühren kann.

Der Gewinn des I-Shi Preises, der mit dem von Herr Itou von Kyosera-Konzern gespendetes Geld ins Leben gerufen und für junge Künstler eingerichtet wurde, wurde ein wichtiger Wendepunkt für seine Aktivitäten in Japan. Er möchte ab jetzt auch in Japan aktiv seine Kunst ausstellen. Diese Sonderausstellung findet bis 04.August statt. Insgesamt werden 18 Werke, auch das Werk „Colosseum“, mit dem er den I-Shi Preis gewann, ausgestellt. Außer am 15.Juli ist das Museum montags geschlossen. (Masanori Akasawa)

Zeitungsartikel in der "Sanyoushinbun" (Japan)

Die eindringliche Warnung gegen Umweltprobleme Niimi Museum Sonderausstellung von Ryo Kato

Die Sonderausstellung (unterstützt von Sanyo-Shinbun) zum „5. I-Shi Preis“ im Niimi-Museum mit Werken des in Berlin lebenden zeitgenössischen Künstlers, Ryo Kato wurde am 04. Juli eröffnet.

Die 18 farbenfröhlichen Kunstwerke, mit der eindringenden Botschaft über Umweltprobleme und Naturthemen werden bis zum 04.August ausgestellt.

Ryo Kato stammt aus Tessei-Chou Oonobe, er übersiedelte direkt nach dem Abschluss der Kunstkurse des Okayama Gakugeikan-Gymnasium nach Europa und seitdem lebt und arbeitet er in Deutschland. In Japan ist dies seine erste Ausstellung. Seine Ölbilder, die ausgestellt werden, umfassen das Werk „Colosseum“, mit dem er 2011 den I-Shi Preis gewann. Das Werk stellt die Konfrontation zwischen den Menschen und der Natur dar. Das Bild „Nahrungskette“ thematisiert die Waldzerstörung und Erderwärmung. Ein weiteres Werk heißt „die japanische Demonstration gegen Atomkraftwerke“.

Sein individueller Stil, indem die Figuren und Landschaften wie Kollagen übereinander gemalt werden, strahlt eine starke Energie aus, die die Zuschauer überwältigt. Herr Shirou Nagoshi aus Teesei-Chou Ootake kommentierte: „Die Themen der Werke sind tief und kompliziert, aber ich möchte mehrmals die Ausstellung besuchen und mit viel Zeit sie anschauen.“ An dem Tag fing Kato auch seine öffentliche Mal-Performance an. Bis 07.Juli wird er mit seinem Werk fertig sein.

Zeitungsartikel im "Bihokuminpou" (Japan)

Mit individuellem Stil malt er über Umweltprobleme. Die Einzelausstellung von Ryo Kato aus Tessei-Cho

Die erste Ausstellung in Japan des zeitgenössischen Künstlers, Ryo Kato (34) aus Tessei-Cho Oonobe beginnt am 04.Juli im Niimi-Museum. Seine 18 ausgestellten Ölbilder thematisieren Umweltprobleme. Diese individuellen farbenprächtigen Bilder wurden in einer besonderen eigenen Technik gemalt.

Er hat als Meisterschüler an der Universität der Künste Berlin abgeschlossen und arbeitet und lebt in Berlin. Das Nimii-Museum und die städtische Kommission stellen zum Andenken des 5. „I-Shi“ Preises, welcher Ryo Kato gewann, seine Werke aus. Der „I-Shi“ Preis wurde für die Ehrung junger Künstler, die mit Okayama verbunden sind, eingerichtet.

Nachdem der Museumbesitzer, Yoshihiro Hashimoto und der Schulintendant, Nakata, bei der Eröffnung begrüßten, gab Ryo Kato eine Einführung in seine Kunst. Er erzählte, dass das Werk „Die japanische Demonstration gegen Atomkraftwerke II“ (150 x 200 cm) aus diesem Jahr seine folgende Gedanken beinhaltet: „Bevor man einseitig AKW kritisiert und den Verbot der AKWs fordert, wie im Falle Japans, sollte man über die Stromverschwendung durch dekorative Beleuchtung, Automaten und 24 Stunden geöffnete Laden zuerst nachdenken.“

Im Bild „Colosseum“ (180 x 300 cm) mit dem er den „I-Shi“ Preis gewann, wird die Metapher der Spiele im römischen Kolosseum aufgegriffen und der Kampf des Menschens, welcher die Natur zerstört.. Weitere Menschen sind als bloße Zuschauer dargestellt, die sich nicht weiter für Umweltprobleme interessieren.

Ryo Kato sagt: „Bei jedem Werk habe ich eine andere Methode zur Vermittlung meiner Botschaft verwendet. Ich wünsche mir, dass sich die Besucher für meine Werke viel Zeit nehmen und so über Umweltprobleme nachdenken.“ Ryo Kato zeigte zum ersten Mal in der Öffentlichkeit, wie er malt. Er malt nicht nur mit dem Pinsel, sondern auch mit dem Malmesser, dem Spachtelpinsel und dem Gummispachtel, manchmal malt er, als ob er die Leinwand haut. Die Zuschauer waren von seiner Malweise beeindruckt. Er malt im Museum bis 07.Juli. Alle Besucher können dort zuschauen. (Doi)

Zeitungsartikel im "Sanyoushinbun" (Japan)

Soziale und Umweltprobleme im Kunstwerk

Der zeitgenösische Künstler Kato aus Niimi
Seine erste Inlands-Einzelausstellung in seiner Heimat ab heute

Die Sonderausstellung des zeitgenösischen Künstlers Kato (34 Jahre alt, in Berlin lebend) aus Niimi, der zum ersten Mal  in Japan ausstellt, fängt am 4. Juli 2013 im Niimi-Museum an.
Das Bild "Colosseum", mit dem er den ersten Platz des 5. I-Shi-Preis-Wettbewerbes gewann, und aktuelle Arbeiten, insgesamt 18 Werke, werden bis zum 4. August 2013 ausgestellt.
Der Künstler wurde in Niimi geboren, hat Kunstkurse des Okayama Gakugeikan Gymnasiums abgeschlossen, wanderte anschließend nach Europa aus und schloß ein Kunststudium an der Universität der Künste Berlin als Meisterschüler ab.
Zur Zeit stellt er hauptsächlich in Deutschland als Lebens- und Schaffensmittelpunkt im Bereich der zeitgenössischen Kunst seine Werke aus, deren Thema Umweltprobleme sind.
In dem Bild "Colosseum" hat er die Menschen, die den Zusammenstoß zwischen Menschheit und Natur mit Desinteresse betrachten, als Besucher eines Colosseums in der römischen Antike dargestellt.

Zum ersten Mal veröffentlicht er seine Werke in Japan, die soziale Probleme wie Demonstrationen gegen Atomkraftwerke in Japan, Luftverschmutzung und andere scharf kritisieren.
Der Museumskurator Shigeki Fujii sagt, dass der ganz neue Ausdruck seiner Werke, die soziale Probleme kritisieren, einen starken Eindruck hinterlässt . Bei manchen Werke spüre man, dass der Künstler an Japan denkt, obwohl er in Berlin lebt. "Ich möchte, dass sich die Besucher viel Zeit beim Anschauen nehmen."
Um 9:30 beginnt die Eröffnungzeremonie. Ab 10:00 kommentiert Kato seine Werke und lädt bis 7. April zur täglichen Malperformance im Museum.

Zeitungsartikel im "Iserlohner Kreisanzeiger"

„Großes Fressen“ und „Skandale im Meer“

Jutta Bengelsträter präsentiert den japanischen Künstler Ryo Kato und 30 seiner großformatigen Bilder in der galerie des Parktheaters. Der in Berlin lebende Maler kommt am Sonntag zur Ausstellungseröffnung.

Von Cornellia Merkel

Iserlohn. „Ryo Kato ist der erste Japaner, der einen der größten Kunstpreise seines Landes bekommen hat und in diesem Jahr in seiner Heimat die erste Museumsausstellung“, freut sich Jutta Bengelsträter, dass sie den in Berlin lebenden Künstler schon seit mehreren Jahren in ihrem Galerie-Programm zeigt.

Am Sonntag, 10. Februar, kommt der Künstler um 11 Uhr zur Eröffnung seiner Ausstellung ins Iselohner Parktheater, das in Kooperation mit der Galerie Bengelsträter 30 großformatigen Gemälde von ihm zeigt.

„Ryo Kato widmet sich einer Malerei, deren Stil sein Lehrer Daniel Richter geprägt hat“, erläutert seine Galeristin Jutta Bengelsträter. „Die Beziehung zwischen Mensch und Natur, die vom Menschen ausgehende Bedrohung ist allgegenwärtig in seiner Arbeit. Auf dem Weg seine Bilder zu begreifen, finden wir exakt realistisch gemalte Szenen. Durch die verworrenen Bildkompositionen inspiriert Kato zum Entdecken und erreicht dadurch nicht nur erhöhte Aufmerksamkeit für seine Kunst, sondern regt gleichzeitig zum Nachdenken über eine verantwortungsvollere Gesellschaft an.“

Der 1978 in Niimi geborene Künstler, der seit seinem Kunststudium in Berlin lebt und arbeitet, ist ein höchst politischer Künstler, wie schon seine krassen Bildtitel verdeutlichen. In heftigen und wilden Bildwelten wie „Das große fressen“, „Skandale im Meer“, „Jäger und Konsument“ und „Kampf ohne Sieger“ prangert er Umweltverschmutzungen, Krieg, Konsumwahn, Hunger auf der welt und Tierquälerei in den Ländern dieser Erde an. Ryo Kato kombiniert ausdrucksstarke Motive und Symbole in seinem facettenreichen apokalyptischen Bildkosmen mit einer ungewöhnlichen verschlungenen Ornamentik und wuchernder Formvielfalt. „Das Abendmahl“ ist in der Kunst berühmtes Motiv, nicht nur weil Leonardo da Vinchi Jesus und seine Jünger verewigte. Ryo Katos „Abendmahl der Gegenwart“ stellt Bezüge zum G-9-Weltwirtschaftsgipfeltreffen her und zeigt Umweltverschmutzung und Hunger rund um den Globus auf. Unberührte Landschaften und zerstörte Lebensräume von Mensch und Tier verbindet er auch in seinen Bildern, „Ölsandindustrie in Kanada“ und „Überlebenskampf im Regenwald“. „Pelzkönigin vs. Wildererkönig“ und „Flusspferde mögen kein Kampf“.

Die Ausstellung ist bis zum 28. April an allen Vorstellungstagen – jeweils eine Stunde vor Beginn – sowie nach Absprache mit dem Kulturbüro zu sehen. Dazu ist auch ein Katalog erhältlich, der in die verwirrenden und verworrenen Bildwelten des Künstlers einführt. Der Eintritt ist frei. Musikalisch begeistert wird die Vernissage von Saxophonist Charly Janke.

Zeitungsartikel im "Bihokuminpou" (Japan)

"Ich freue mich, dass sich meine Bemühungen gelohnt haben."

Ryo Kato (aus Tessei-chou, Oonobe) gewann den ersten Preis.

Die fünfte Preisverleihung des I-Shi-Preises der Präfektur Okayama-Förderung für angehende Künstler fand in einem Hotel in Okayama-Stadt am 22. März statt. Ryo Kato, der den ersten Preis gewann, kam zur Preisverleihung aus Deutschland angereist, um Urkunde und Preisgeld vom Gouverneur Ishii entgegenzunehmen. Kato wird bis morgen, den 24. März in seiner Heimat Oonobe bleiben.

Der I-Shi Preis wird ausschließlich angehenden Künstlern, deren Wurzeln in der Präfektur Okayama zu finden sind, verliehen und eröffnet den Preisträgern außerdem Ausstellungsmöglichkeiten. Die Künstler der nächsten Generation zu fördern ist das erklärte Ziel dieses Preises. Den Preis emöglichte die Spende von Kensuke Itou (Berater bei Kyosera), geleitet wird das Auswahlverfahren vom Leitungskomitee der Präfektur Okayama und den Kuratoren des Städtischen Museums.
In diesem Jahr wurden 39 Künstler von den Komiteemitgliedern vorgeschlagen, von denen 10 Kandidaten nach der ersten Auswahl-Stufe (der Dokumentenprüfung) präferiert wurden. Zwischen dem 24. Januar und dem 5. Februar 2012 waren die Werke dieser Kandidaten auf der Auswahlausstellung in der Tenjinyama-Kulturplaza in Okayama-Stadt zu sehen.

Ryo Kato, dessen Thema die Umweltproblematik ist, stellte sein Werk "Kolosseo" (180x300cm) aus, in dem Natur und Menschen gegeneinander kämpfen und darüberhinaus für Umweltprobleme uninteressierte Menschen als Zuschauer dieses Kampfes zu sehen sind. Sein Werk wurde von der Jury hoch bewertet: Sein Bild besitzt eine überwältigende Energie, eine schöne malerische Farbigkeit und ausdruckksstarke Motive. Außerdem wurde als beachtenswert hervorgehoben, dass sein Werk ein klares soziales Problembewusstsein und eine ansprechend umgesetzte Meinung ausdrückt.
Bei der Preisverleihung waren außer Ryo Kato auch zwei weitere Preisträger, die Komiteemitglieder, insgesamt etwa 50 Kunstbeteiligte aus der Präfektur anwesend. Gouverneur Ishii überreichte Ryo Kato die Urkunde und den Preisgeld, der mit 3 Millionen Yen (ca. 25.000 €) dotiert ist und kommentierte: "Sein Werk weist gesellschaftspolitisches Problembewusstsein und eindrucksvolle Farbig- und Sinnfälligkeit auf. Ich hoffe auf seinen zukünftigen Erfolg. Außerdem freue ich mich darüber, dass ein Künstler aus Okayama auf der Welt aktiv ist."

In der Rede von Ryo Kato betonte dieser, dass er sich freue, dass seine Bemühungen, den Menschen mit seiner Kunst die Umweltproblematik zu verdeutlichen, sich gelohnt haben. "Mit dieser Gelegenheit des Preisgewinns möchte ich mich bemühen, auch in Japan meine Bilder auszustellen."
Ryo Kato brachte seine Tochter (19 Monate alt) mit nach Japan. Den heutigen 23. März sowie den morgen Tag verbringt er in seiner Heimat; am 28. März kehrt er wieder nach Deutschland zurück.

Zeitungsartikel im "Iserlohner Kreisanzeiger"

Ausstellung bei Bengelsträter: „Ein blinder Samurai geht durch die Welt“

„Ein blinder Samurai geht durch die Welt“. Unter diesem Titel steht die Ausstellung des Berliner Künstler Ryo Kato, die am Wochenende in der Galerie Bengelsträter eröffnet wurde. Der Künstler selbst war zur Vernissage am Sonntag anwesend, nachdem er bereits am Samstag von einem Filmteam aus Berlin in der Galerie bei der „Preview“ besucht und zu seinen Bildern befragt worden war. Er berichtete unter anderem von den emotionalen Bindungen, die er zu seinen Schöpfungen aufbaue und dass jede einzelne ihm sehr wichtig sei. Auch einige Besucher konnten an diesem Tag schon einen ersten blick auf seine Kunst werfen und gleichzeitig eine Statischen Rolle bei den Dreharbeiten ergattern. Die farbenfrohen und eindrucksvollen Werke des jungen Künstlers hängen nun bis zum 28. November in der Galerie aus.

Foto: Tim Haacke

Zeitungsartikel im "Mainichishinbun" (Japan)

Die Ölbilder aus Deutschland, die an den AKW Ausstieg appellieren

Ryo Kato, der aus Niimi stammende Künstler, besucht nach 5 Jahre seine Heimat wieder.

Nach dem AKW-Unfall in Fukushima malt der aus Niimi stammende und in Berlin lebende Künstler, Ryo Kato (32), eifrig Ölbilder, die an den AKW Ausstieg appellieren. Er besucht nach 5 Jahre seine Heimat wieder und sagt: „Ich möchte der Welt meine Botschaft über Mensch und Natur übermitteln.“ Nach dem großen Erdbeben im Osten Japans hat er 10 Ölbilder über dieses Ergeinis gemalt, ein Hauptbild heißt „Der blinder Samurai geht durch die Welt“ (180x240cm).

In Mitte des Bildes sind der AKW-Unfall und ein Japaner, der wie ein Kabuki-Schauspieler aussieht, zu sehen. Am Rande des Bildes sind der US Präsident, Obama, Jintao der chinesische Präsident und Sarkozy, der Präsident aus Frankreich dargestellt. Damit will er ausdrücken, dass dieser unvergleichbare Unfall weltweit schockierte. Dieses Werk hatte er in 2- 3 Wochen gemalt. Es gibt auch Werke, die folgende Titel haben, „Böse vs. Gut im 21. Jahrhundert“, „Sauerregen“, und „Die ermüdete USA“. Ryo Kato entwickelte seinen eigenen Stil, der eine Mischung von Realismus und Fantasie ist. Seine Kunst ist auf seiner Internetseite zu sehen: www.ryosart.de. Ryo Kato ist nach seinem Abschluss des Gakugeikan-Gymnasium nach Paris übersiedelt, dann wanderte nach Berlin aus und lebt seit 13 Jahre dort. Er bekommt internationale Anerkennung.

Zeitungsartikel in der "Welt"

Fünf Künstler dem Überseeboulevard

Die Gäste feierten bis Mitternacht mit Kunst, Talk und Wein: Im Rahmen der Art Week organisierten Jenny Falckenberg und Annika Littmann von der Kunstagentur fl mit Marlies Wrede eine gelungene Art Night im und auf dem Überseeboulevard in der Hafencity. Fünf Künstler zeigten ihre neuen werke in den noch unverputzten, zukünftigen Geschäftsräumen: … Ins boot geholt wurde auch Galeristin Anne Moerchen, die zum zweiten Mal den in Berlin lebenden japanischen Künstler Ryo Kato zeigte. Er absolvierte die Meisterklasse bei Daniel Richter und thematisiert die Ausbeutung von Menschen und Natur.

 

Artikel in der Zeitschrift "Tango"

Japanische Feinkost

In Ryo Katos Bilderwelten reagiert das Chaos. Formen und Farben stürzen förmlich aufeinander. In gewaltigen Farblandschaften ringen Gegenständliches und Abstraktes miteinander. Das Anliegen seines künstlerischen Schaffen ist die Beziehung zwischen Menschen und Natur. Das Hauptmotiv der meist großformatigen Leinwände sind über uns hereinbrechende Umweltkatastrophen und die zerstörerische Ausnutzung der erde durch den Menschen. Bis zum 22. Januar werden die Arbeiten das Japaners in der Galerie Anne Moerchen zu sehen sein.

Zeitungsartikel im Abendblatt "Live"

Bilder vom Kampf gegen Katastrophe

Der Daniel Richter-Schüler Ryo Kato stellt bei Anne Moerchen aus.

GALERIE ANNE MOERCHEN : „Die Kunst muss immer wieder mahnen, bohren, aufrütteln, anstoßen.“ Sagt Ryo Kato und malt seine Bilder inspiriert vom Kampf gegen Öl- und andere Umweltkatastrophen, von der Ausbeutung der Natur durch die Menschen.

Der Stil seines Lehrers Daniel Richter hat den 1978 in Japan geborenen und seit zwölf Jahren in Berlin lebenden Künstler stark geprägt. So stürzen in Katos Arbeiten, die Titel wie „Atomlüge“ oder „Sandsturm in China“ tragen, Formen und Farben aufeinander, ringen Gegenständliches und Abstraktes in manchmal überbordenden Farblandschaften miteinander.

Zu sehen ist das noch bis 22. Januar in der Galerie Anne Moerchen (Jöm)

Ohne Titel, aber überwältigender Intensität. Dieses Bild malte Ryo Kato in diesem Jahr in Öl auf Leinwand; im Original ist es 160x120cm groß.

Zeitungsartikel im "Odenwaldkreis"

Wenn Japan zu klein wird

Künstler-Empfinden – Ryo Kato stellt in Michelstadt aus und schwärmt von Berlin, wo seine Meisterschaft erlangt und nun wirkt

Michelstadt. Niimi, Paris, Berlin, Michelstadt: Mit Ryo Katos japanischer Heimat und zwei Metropolen tritt Michelstadt in eine Reihe, nachdem nun auch die Galerie

Kautsch an der Mauerstraße 9-11 dem jungen asiatischen Künstler eine Ausstellung widmet. Im Jahr 1978 im Südwesten Japans geboren, absolviert der Kreative zwischen 1995 und 1998 eine Ausbildung in Zeichen und Malen an der Oberschule und in Privatschulen in Okayama.

Schon während des Studiums zu Anerkennung gekommen und unter anderem mit einem internationalen Kunst- und Kulturpreis ausgezeichnet, wechselte Kato 1998 nach Paris. Die Werke Monets hatten es ihm angetan. Doch nicht die französische Hauptstadt sollte die europäische Heimat des Japaners werden, sondern Berlin. Dorthin ging er 2001, um bis 2005 ein Studium an der Universität der Künste zu absolvieren. Bei Professor Wolfgang Petrick und später als Meisterschüler bei Professor Daniel Richter erlangte Kato künstlerische Reife.

Japan sei ihm zu klein geworden, sagte Kato am Samstag in Michelstadt gegenüber dem ECHO. Er habe die Sehnsucht nach anderen Kontinenten gespürt und den Wunsch, fremde Kulturen kennen zu lernen. Berlin habe er dabei im Vergleich der Städte als lockerste empfunden. Dort genieße man Freiheiten. „Berlin lockt Künstler, viele Galerien siedeln sich an“, sagte Ryo Kato.

Die großformatigen Gemälde, die in Michelstadt zu sehen sind, tragen Namen wie „Gorillas für Feinschmecker“, „Hoffnungsloser Kampf“, oder „Mensch und Natur“.

Man müsse sich als Betrachter auf die Suche nach und in den Bildern machen, meinte Galeristin Veronika Kautsch in ihrer Begrüßung. An den Gemälden falle vor allem ihre positive Ausstrahlung auf. Sein eigenes Bild von der Wirkung des Schaffens Katos kann sich in Michelstadt jeder Interessent bis zum 10. April machen. Zugleich ist der Japaner in diesen Tagen auf der „Art Karlsruhe“ vertreten. Sie währt vom 4. bis 7. März.

Eindrucksvolle Gemälde füllen zurzeit die Galerie Kautsch in Michelstadt; der Odenwälder Kulturszene verschafft hat sie die Inhaberin Veronica Kautsch, indem sie den in Berlin lebenden Japaner Ryo Kato (rechts) für eine Ausstellung gewonnen hat.

Zeitungsartikel in der "Westdeutsche Zeitung"

Sommerfrische in Galerien
Von Helga Meister

Kunst kennt keine Ferien. Das zeigt der Rundgang auch durch die Neuzugänge.
Der Zuzug neuer Galerien hält an. Von Wirtschaftsflaute oder Ferienstimmung ist nichts zu spüren. Hier gibt es ein paar Empfehlungen:

Ryo Kato ist Meisterschüler des Kult-Künstlers Daniel Richter, und auf den ersten Blick sieht man Gemeinsamkeiten: Lehrer wie Ex-Schüler üben Kritik an der Welt, aber Kato liebt überbordende Motive. Da kotzt die Katze, ist der Leopard nur noch Fellhülle, sitzt der Affe auf einem Pulverfass oder läuft durch ein Reststück Wald. Teufel, Masken und Gespenster und ein Pferd ohne apokalyptische Reiter schieben sich durch die Szenen. Ein blutendes Buch, ein Hamburger mit Dolch, dampfende Industrie-Schlote und gestrandete Vögel gibt es auf den Explosionsbildern.

Galerie Bengelsträter Cecilienallee 39, do + fr 18 bis 21, sa 11 bis 15 Uhr

Zeitungsartikel in der "Rheinische Post"

Im Leinwand-Dschungel des Japaners Ryo Kato

VON KLAUS SEBASTIAN

Ryo Kato ist ein junger wilder Maler aus Japan, der in Berlin bei Daniel Richter studiert hat. Seine Malweise ist heftig, gestisch, wild – doch die Komposition der Gemälde, die jetzt in der Galerie Bengelsträter (Cecilienallee 39) zu sehen sind, erweist sich als wohl kalkuliert. Für seine meist großformatigen Bilder fertigt Kato farbige Entwürfe an. Er führt den Pinsel mit Wut und Wucht – doch das große ganze soll halt nicht im Chaos enden.

Wütend machen den 1978 in Okayama geborenen Künstler die vielfältigen Missstände in der Gesellschaft. „Öltankerunfälle, Luftverschmutzung, die Vernichtung des Regenwalds“ sind Themen, die ihn beschäftigen und die in verschlüsselter Form in seinen Bildwelten zum Vorschau kommen. Kato kämpft für eine Malerei, die sich kritisch mit Themen und Inhalten der Gegenwart auseinandersetzt. Doch er tappt nicht in die „Bebilderungsfalle“. Man erkennt die genannten Problemfelder zwar vage in einigen Bildmotiven, doch die arbeiten wirken nie belehrend oder eindeutig. Der Betrachter muss sich seinen eigenen weg durch den wuchernden Bilderdschungel bahnen. Farben und Formen überfluten die Leinwände, vernetzen sich zu rätselhaften Suchbildern, entfalten einen visuellen Sog und erinnern aus der ferne an farbenprächtige Jugendstil-Ornamente. Typisch für Ryo Kato ist die bizarre, sich krümmende Linie. Der Pinsel hinterlässt nervöse Spuren auf Leinwand, die als dunkle Narben oder Nähte das apokalyptische Geschehen provisorisch zusammenhalten.

Mit 19 Jahren ging er bereits nach Paris, er verehrte die Impressionisten. Erst in Berlin fand er das kreative Klima, das seinen Vorstellungen entsprach. 2006 wurde er Meisterschüler bei Daniel Richter. Die Ausstellung trägt den Titel „Ein reicher Fang“. Und wirklich: all die bunten Farben und Motive zappeln dicht gedrängt auf der Bildfläche – wie ein üppiger Fang im Fischernetz.